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Einfahrt
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Boxengasse mit Ausfahrt

Zu einem anständigen Autorennen gehören auch Boxenstopps. Bei den modernen Digitalbahnen mit Spurwechsel ist das auch kein Problem mehr. Aber auch bei einer analogen Holzbahn lässt sich das realisieren.

Zunächst einmal wird das Fräsen etwas aufwändiger, vor allem wenn jedes Auto vor seiner eigenen Box tanken soll. Es müssen also jeweils vier Ein- und Ausfahrten her. In der Boxengasse kreuzen sich die Spuren ziemlich häufig, was beim Kleben der Litzen recht aufwändig wird.

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Litzen an Kreuzungspunkten (von unten)

Die Verkabelung der Litzen an den Kreuzungspunkten sieht von unten natürlich abenteuerlich aus. Einfach immer darauf achten, dass alle Adern/Litzen sauber mit Schrumpfschläuchen isoliert sind, dann klappt die Verkabelung aber auch hier ohne Kurzschlüsse.

Um in der Boxengasse ein Speedlimit einzuführen, habe ich bei der Stromverbindung zwischen Spur und Boxengasse jeweils einen Vorwiderstand eingesetzt. Wie hoch dieser genau sein muss, damit die Autos nicht in der Boxengasse stehen bleiben, hängt von der Spannung, den Autos, den Reglern usw. ab.

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Eingebaut
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Weiche

Die bei Carrera verwendeten Weichen sind zwar eine gute Vorlage, leider aber nicht direkt zu verwenden. Also habe ich den beweglichen Teil der Weiche aus einem Plexiglasstück selbst zurechtgefeilt und darin die Achse verklebt.

In die Spur wird eine Hülse als Führung geklebt und die Achse durchgesteckt. Nun wird von unten ein Stellhebel auf der Achse verklebt und dieser an einen Hubmagnetschalter zum Stellen der Weichen angeschlossen.

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Hubmagnet unter dem Tisch

Jeder Fahrer hat an seinem Fahrerstand einen Taster, mit dem er seine beiden Weichen (Ein- und Ausfahrt) gleichzeitig betätigt. Die Ausfahrt kann auch ohne Weichenstellung erfolgen, da die Verstellung federbelastet ist.

Da die Weichen nun aber auf beiden Seiten schaltbar sind, kann die Bahn auch in beide Richtungen mit Boxenstopp gefahren werden. Fährt man nur in eine Richtung, reicht bei der Ausfahrt eine federbelastete Weiche.

So eine fertige Boxengasse sieht schon ziemlich klasse aus. Die Tücke liegt jedoch, wie so oft, im Detail.

Der Lonoho-Speedway ist umschaltbar für Drei-Leiter und/oder Zwei-Leiter-Fahrzeuge. Getestet hatte ich die ganze Zeit aber leider nur mit UNI-Schleifern.

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fertige Boxengasse mit 4 Tankpositionen

An einer Kreuzung von zwei Spuren bleiben die Zwei-Leiter-Fahrzeuge mit ihrem Leitkiel hängen, da der Winkel ein bisschen zu spitz ist. Am besten plant man alle Kreuzungen rechtwinklig, damit kommen alle Fahrzeuge klar.

Um Kurzschlüsse zu vermeiden, sind die Litzen an den Kreuzungspunkten unterbrochen. Werden mehrere Spuren nacheinander gekreuzt, wird der stromlose Teil der Fahrspur entsprechend länger. Bei der reduzierten Spannung, aufgrund des Tempolimits in der Boxengasse, kann es schnell passieren, dass die Fahrzeuge zu langsam sind, um über eine solche Stelle hinwegzurollen.

Das ein oder andere Problem habe ich erst im Nachhinein bemerkt, und so empfehle ich jedem, der sich eine Holzbahn bauen will, vorher viel mit Probestücken zu testen.