Berge & Felsen

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grob geschnittene Styrodurplatten

Es gibt unzĂ€hlige verschiedene Möglichkeiten Landschaften zu bauen. FĂŒr jede davon gibt es ausreichend ErklĂ€rungen und Videoanleitungen zu finden. Ich habe mich fĂŒr das subtraktive Verfahren mit Styrodur-Hartschaumplatten entschieden. Mit diesen lassen sich vor allem Berge recht realitĂ€tsnah gestalten.

ZunĂ€chst werden die Platten so zurechtgeschnitten, dass sie die gewĂŒnschte FlĂ€che ausfĂŒllen und Höhe erreichen. Da normaler Leim die Platten anlöst, werden Styrodurplatten entweder mit einem Spezialkleber oder einfach mit Montagekleber aus der Kartusche geklebt.

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pinseln mit Leim-Sandgemisch

Im nĂ€chsten Schritt werden aus den Platten mit einem Messer StĂŒcke herausgebrochen. Das Ganze kann ruhig recht wild durcheinander sein. Dabei entscheidet die Struktur darĂŒber, ob es am Ende eher wie junge wilde Felsen (viele spitze Kanten) oder eher wie ein alter verwitterter Berg (eher grobe Rundungen) aussieht. Das Spannendste ist jedoch, dass man beim ersten Mal sowieso noch keine genaue Vorstellung davon hat, wie es zum Schluss aussehen wird. Also einfach mutig drauflos...

Hat man die gewĂŒnschte (oder auch irgendeine andere) Form erreicht, pinselt man den gesamten Berg mit einem Wasser-Leim-Sand Gemisch ein (1/2 Wasser, 1/2 Holzleim und soviel Sand, dass die Masse richtig dickflĂŒssig ist). Das lĂ€sst man am besten ĂŒber Nacht trocknen.

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lackiert und trockengebĂŒrstet

Am nĂ€chsten Tag kann der Berg nun das erste Mal lackiert werden. HierfĂŒr eignen sich wasserbasierte Mattlacke in allen Farben, die in Gestein vorkommen. Schwarz fĂŒr Schiefer und Basalt, Grau und Rosa fĂŒr Granit, Beige fĂŒr Sandstein. Hier sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt. Und da die Natur nie gleichmĂ€ĂŸig ist, verwendet man am besten gleich verschiedene Farbnuancen.

Ist die Farbe getrocknet, beginnt der fĂŒr mich schönste Teil der Landschaftsbauerei - das Drybrushing oder auch Trockenpinseln. Hierbei werden mit einem Pinsel, bei dem man die Farbe zuvor fast vollstĂ€ndig herausgemalt hat, mit einer besonderen Technik die Konturen herausgearbeitet.

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Felswand

Wenn man das zum ersten Mal macht, ist jeder Pinselstrich ein Wow-Effekt, denn Zug um Zug wird der Berg plastischer und realitĂ€tsnaher. NatĂŒrlich kommen auch hier verschiedene helle Farbtöne in mehreren Schichten zum Einsatz.

Neben dem TrockenbĂŒrsten gibt es auch eine Nasstechnik. Hierzu wird die Farbe mit Wasser verdĂŒnnt und punktuell als Lasur aufgetragen. So lĂ€sst sich z.B. in Vertiefungen oder an potentiell feuchten Ecken ein Effekt erzielen, der aussieht als wĂŒrde sich eine dĂŒnne Moosschicht breitmachen. Mit schwarzer Lasur lĂ€sst man z.B. helle Steine optisch verwittern. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.

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verwitterte Felsen

Am Ende kann der Fels an ausgewÀhlten Stellen mit Grasfasern bestreut oder mit Blumen, StrÀuchern und BÀumen bepflanzt werden. Auch hier wird die Grenze nur durch die eigene Fantasie gesetzt.

Die verwendeten Techniken sowie viele weitere Methoden zum Bau von Felsen sind in vielen Tutorials besser beschrieben, als ich das je könnte. Auf diesem Wege habe ich mir viele gute Ideen geholt, obwohl ich zuvor noch nie etwas mit Landschafts-Modellbau am Hut hatte. Ich will an dieser Stelle nicht mehr nÀher auf die verschiedenen Techniken eingehen.

Nur so viel - es macht Spaß, und es lohnt sich, einfach mal herumzuexperimentieren.

Tunnel

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Tunnel auf dem Lonoho Speedway

Damit alle vier Spuren in etwa gleich lang werden, muss sich die StreckenfĂŒhrung einmal kreuzen. Dies ist auch auf dem Lonoho-Speedway der Fall. Um diesen Bereich schön in die Landschaft zu integrieren, bietet sich ein Tunnel oder eine BrĂŒcke an. Ich habe mich fĂŒr die Variante Tunnel entschieden.

ZunĂ€chst wurde die StreckenfĂŒhrung fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch zwischen der Strecke hindurchsehen. Nach der Gestaltung der umliegenden Landschaft blieb noch die Öffnung fĂŒr den unteren Streckenteil. Auch die Seiten des Tunnels waren noch offen.

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Innenverkleidung des Tunnels

Im ersten Arbeitsschritt wurden Styrodurteile in der runden Form der geplanten Tunnelaußenwand geschnitten und neben der unteren Strecke eingebaut. Diese wurden im unteren Bereich mit Mauerplatten (siehe Mauern) verkleidet. FĂŒr die Rundung wurde eine flexible Schaumplatte verwendet und versucht, die Optik von breiten grauen Fliesen zu erzielen. Die Decke ist aus einer weißen Hohlkammerplatte, was  einer Kunststoff-Kassettendecke recht Ă€hnlich sieht. In dieser sind entlang der TunnellĂ€nge zwei Reihen LED-Strips zur Beleuchtung des Tunnels verbaut.

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Tunneleinfahrt aus "Sandstein"

Als nĂ€chstes kommt die Verkleidung der Stirnseiten des Tunnels. HierfĂŒr habe ich den Stil einer gemauerten Tunnelrundung, wie man es oft bei alten Eisenbahntunneln sieht, gewĂ€hlt. HierfĂŒr wurden auf eine passend zurechtgeschnittene Mauerplatte nur noch zusĂ€tzlich die Steine der Rundung aufgeklebt.

Auf der einen Seite des Tunnels ist die Mauer so hoch, dass sie gleichzeitig als seitliche Bande des oberen Teils der Strecke dient. Auf der anderen Seite (auf dem ersten Bild zu sehen) musste ich eine Plexiglaswand aufstellen. Andernfalls wÀre von den Fahrerpositionen aus gesehen, zu viel von der Strecke verdeckt gewesen.

Mauern

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geritzte Schaumplatte

Man kann natĂŒrlich Mauern aus einzelnen Steinen bauen. Diese gibt es fertig zu kaufen oder man fertigt sie aus Holz, Gips, 3D-Drucker... selbst an. Schneller geht es mit nachfolgender Methode.

Als Material nimmt man eine feinporige Schaumplatte. Die Außenschicht sollte nicht zu hart sein. Nun ritzt man, z.B. mit einem nicht zu spitzen Bleistift, Linien im Abstand der geplanten Steinreihen hinein. Anschließend werden senkrecht dazu Linien eingeritzt, sodass das gezeigte Muster entsteht. Hat man eine grĂ¶ĂŸere Mauer, sollte man sich fĂŒr die Senkrechten einen Streifen (z.B. feste Pappe) anlegen, der genau die Breite eines Steines hat. Nun wird in jeder zweiten Reihe die Senkrechte geritzt, anschließend um einen halben Stein versetzt in den Reihen dazwischen. Auf diese Weise hat man schnell eine grĂ¶ĂŸere FlĂ€che vorbereitet.

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die SteinoberflÀche wird bemalt

Nun wird die Mauer in der Farbe des Mörtels bemalt. Lacke auf Wasserbasis funktionieren fĂŒr all diese Arbeiten sehr gut. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Fugen durchgĂ€ngig eingefĂ€rbt sind.

Nach dem Trocknen kommt die Farbe der Steine. Hier gilt es, nur auf der FlĂ€che und nicht in den Ritzen zu malen, damit die Fugen nicht wieder ĂŒbermalt werden. Will man das Aussehen einer alten Mauer erreichen, muss nicht ganz deckend gemalt werden. Scheint noch etwas von der Mörtelfarbe durch, sieht es aus wie Mörtelreste auf den Steinen.

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fertige Mauerplatten

Dieser Effekt ist auch im Nachhinein noch mit TrockenbĂŒrsten (siehe Berge & Felsen) zu erreichen. Das sollte man sowieso tun, denn so kommen die Konturen der Steine noch deutlicher heraus.

FĂŒr den Effekt einer zerfallenen Mauer kann man vor dem ersten Malen einige Ecken oder grĂ¶ĂŸere Teile von Steinen herausbrechen.

Man kann problemlos auf Vorrat eine große Mauerplatte ritzen. In jedem Fall sollte man aber vor dem Bemalen alle Mauern auf die richtige GrĂ¶ĂŸe zuschneiden, damit auch die Kanten und Seiten bemalt sind.

Treppen

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in Stein gehauene Treppe

Am Lonoho-Speedway habe ich zwei verschiedene Treppen verwendet. An einer Felswand bot es sich an, die Treppe direkt in den Stein "zu hauen". Dazu schneidet man beim Gestalten des Felsens einfach mit dem Messer eine Treppe hinein.

Man sollte nicht zu ordentlich arbeiten, damit der Stein hinterher auch noch seine rauhe OberflĂ€che behĂ€lt. Es ist auch nicht schlimm, wenn dabei mal eine Ecke wegbricht. Jede Unebenheit lĂ€sst den Stein am Ende natĂŒrlicher aussehen. Der Rest erfolgt wie unter Berge & Felsen beschrieben.

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Holztreppe mit GelÀnder

Die zweite Treppe soll eine Holztreppe darstellen. Sie wurde nicht von mir, sondern von meinem Neffen Fabian aus Pappe gebaut (Danke). Pappe ist immer wieder ein tolles Material. Es lÀsst sich einfach und exakt mit dem Cuttermesser schneiden, hervorragend kleben und leicht bemalen.

Um die Holzoptik besser hinzubekommen, habe ich die braun bemalten Bretter anschließend mit der Airbrush mit feinen unregelmĂ€ĂŸigen Linien versehen. Leider kommt diese Maserung auf den Bildern nicht so gut heraus, sieht aber in echt ganz natĂŒrlich aus.

Beide Treppen sind mit einem GelÀnder aus gelöteten Messingrohren gesichert. Je nach Bemalung sehen diese noch recht modern oder eben schon stark angerostet aus.

BÀume & StrÀucher

NatĂŒrlich kann man fertige BĂ€ume kaufen. Diese sehen aber nicht unbedingt immer natĂŒrlich aus. Außerdem ist es ganz leicht, BĂŒsche und BĂ€ume selbst zu machen.

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Baum

Zum Sammeln von Material fĂŒhrt der erste Weg in den Garten oder den Wald. Man braucht trockene, stabile und gut verzweigte kleine Ästchen. Dazu verwendet man jegliches vorhandenes Streumaterial (Grasfasern, Laub, Islandmoos, BlĂ€tter...) aus der Landschaftsbaukiste, das in Struktur und Farbe mit BĂ€umen oder StrĂ€uchern zu tun hat.

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Die Ästchen werden mit SprĂŒhkleber eingesprĂŒht und anschließend frei nach GefĂŒhl mit Streumaterial bestreut. Jedes Material erschafft einen anderen Baum. Ich habe einfach drauflosgelegt, ohne mir vorher viele Gedanken zu machen.

Hat der Baum nach einem Durchgang noch nicht genug BlĂ€tter, wiederholt man den Vorgang (SprĂŒhkleber, Streumaterial) einfach so oft, bis das gewĂŒnschte Aussehen erreicht ist. Mit etwas Übung lassen sich so gĂŒnstig schöne und vor allem individuelle BĂ€ume basteln.

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Busch

Ähnlich geht man bei BĂŒschen vor. Die Basis fĂŒr feingliedrige BĂŒsche kann aus noch feineren Ästchen, die sich teilweise an vertrockneten BlĂŒten finden, gewonnen werden.

FĂŒr voluminöse BĂŒsche kann man auch einen Wattebausch nehmen und diesen auf ein rundes Stöckchen kleben. Dieses sollte man vor dem Bestreuen in einem passenden GrĂŒnton lackieren. Anschließend kommt wieder eine beliebige Anzahl Schichten aus SprĂŒhkleber und Streumaterial darauf.

GrasflÀchen

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Wiese aus unterschiedlichen Grasfasern

Um die GrasflÀchen auf der eigenen Rennbahn zu gestalten, verwendet man am besten fertige Grasfasern. Diese sind in in den unterschiedlichsten Farben und LÀngen erhÀltlich. So lÀsst sich vom englischen Rasen bis hin zu dichten Wildwiesen alles gestalten.

Streut man die Fasern jedoch einfach nur auf die mit Leim versehene FlĂ€che, wird die Wiese am Ende kaum dreidimensional aussehen. Die Fasern fallen flach auf den Leim, kleben dort fest und der Rasen oder die Wiese sehen platt und unnatĂŒrlich aus. Abhilfe schafft hier ein Begraser.

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Zubehör zum Bau eines Begrasers

In einem Begraser werden die Grasfasern elektrostatisch aufgeladen, sodass sie senkrecht auf dem mit Leim versehenen Untergrund zu stehen kommen und in dieser Position festkleben.

FĂŒr professionelle GerĂ€te kann man schnell mehr als 100,- € hinlegen. Wer es etwas gĂŒnstiger haben möchte, baut sich einen Begraser fĂŒr unter 5,- €. Alles, was man braucht, ist eine elektrische Fliegenklatsche, ein kleines Sieb und ein bisschen Kabel.

Außerdem sollte man mit dem Lötkolben umgehen können.

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Fliegenklatsche zum Begraser umgebaut

Zum Umbau schraubt man die Fliegenklatsche auf und entfernt den oberen Teil. An seiner Stelle wird das Sieb eingebaut, wobei der eine Anschluss der batteriebetriebenen Fliegenklatsche an das Sieb gelötet, der andere mit einem Kabel aus dem GehĂ€use gefĂŒhrt wird. Je gröber das Sieb, desto lĂ€ngere Grasfasern können verwendet werden. Am Ende dieses Kabels befestigt man eine Krokodilklemme oder direkt einen Nagel, den man beim Begrasen in den Leim steckt.

AusfĂŒhrliche Anleitungen zum Bau eines Begrasers und dessen Einsatz findet Ihr im Internet. Wie eine Wiese aussehen kann, bei der neben der Begrasung noch dicke BĂŒschel von Hand aufgeklebt wurden, seht Ihr oben auf dem ersten Bild.