Fertige GebÀude verwenden oder eigene bauen? Es gibt unzÀhlige Möglichkeiten, die eigene Bahn mit GebÀuden optisch aufzuwerten. Auf meiner Bahn kommen viele OriginalgebÀude zum Einsatz, da diese von der alten Bahn noch vorhanden waren. Allerdings ist das ein oder andere umgebaut, neu lackiert oder verÀndert.

Fertige GebÀude verwenden oder eigene bauen? Es gibt unzÀhlige Möglichkeiten, die eigene Bahn mit GebÀuden optisch aufzuwerten. Auf meiner Bahn kommen viele OriginalgebÀude zum Einsatz, da diese von der alten Bahn noch vorhanden waren. Allerdings ist das ein oder andere umgebaut, neu lackiert oder verÀndert.

Boxen

b_300_200_16777215_00_images_article_Boxe-0.jpg
Boxe 51602 auf der alten Bahn

Nur 12 Teile: Bodenplatte, Dach, acht WĂ€nde und zwei Tore. Die original Carrera Box (51602) ist schnell zusammengesteckt und steht als Dekoration oder sogar als Box mit richtiger Boxenausfahrt (50537) auf den meisten Universal-Rennbahnen. Mehrere Boxen nebeneinander ergeben dann schon fast eine komplette Boxengasse. Trotzdem sieht das Plastik im Original immer etwas kĂŒnstlich aus. Also muss eine Überarbeitung her.

Drei Boxen und eine Tankstelle (51606), die ich verfĂŒgbar hatte, sollten als komplette Boxengasse auf der Holzbahn integriert werden. Dies erfolgte in mehreren Arbeitsschritten.

b_300_200_16777215_00_images_article_Boxe-1.jpg
Blick entlang der Boxengasse

ZunĂ€chst alle Teile auseinandernehmen und die WĂ€nde entsprechend der spĂ€ter gewĂŒnschten Aufteilung passend zurechtschneiden. Anschließend alle WĂ€nde einzeln in betongrau und die Fensterrahmen wunschgemĂ€ĂŸ lackieren. Die gesamte Boxengasse wird zunĂ€chst auf dem Kopf stehend installiert. DafĂŒr die Dachplatten auf einer durchgehenden Holzplatte verkleben und darin die WĂ€nde entsprechend der gewĂŒnschten Aufteilung einkleben. Auf dem Lonoho Speedway gibt es vier offene Boxen mit BĂŒro und einer geschlossenen Garage. Dazu kommt ein kleines BĂŒro der Rennleitung.

b_300_200_16777215_00_images_article_Boxe-5.jpg
Porsche-Box mit LED Beleuchtung

Nun die Beleuchtung installieren. Es kommen 3er-LED Strips zum Einsatz, die sich farblich einstellen lassen. So kann spĂ€ter die gewĂŒnschte Lichtfarbe eingestellt werden. Zugegebenermaßen gehört in eine Rennbox kaltweißes grelles Licht. Im Gesamteindruck der Bahn habe ich mich aber fĂŒr einen wĂ€rmeren Weißton entschieden. Ist die Boxengasse erst einmal auf der Bahn installiert, kommt man nicht mehr so gut an alles heran, also am besten vorher alles in der Box installieren, was an den WĂ€nden festgemacht werden kann (Bilder, SchrĂ€nke, Monitore...).

b_300_200_16777215_00_images_article_Boxe-4.jpg
Blick in die BMW-Box

Auf dem Lonoho Speedway ist die Boxengasse unter einem Teil der Strecke eingebaut. Die Boxentafeln oberhalb der Box gehen direkt in die Bande der darĂŒberliegenden Strecke ĂŒber.

Die SchrÀnke, WerkbÀnke, Tische, Monitore usw. sind alle von Hand aus Pappe gebaut. Diese lÀsst sich gut schneiden, kleben und lackieren. Der Werkstattwagen stammt aus dem 3D-Drucker, die Werkzeuge sind von Lego, jeweils passend lackiert. Die restlichen Deko-Artikel sind entweder alte Elektro-Bauteile oder ebenfalls aus Pappe hergestellt.

Über jeder Box ist ein Arm installiert, in dem eine IR-Diode sitzt. Die EmpfĂ€nger sind neben dem Slot verbaut, um die Fahrzeuge in ihrer jeweiligen Box zu registrieren.

b_300_200_16777215_00_images_article_Boxe-3.jpg
Blick in die Ferrari-Box
b_300_200_16777215_00_images_article_Boxe-6.jpg
Bandit Racing Box mit BĂŒro

Teamstand

b_300_200_16777215_00_images_article_ControlStand-1.jpg
Team-KontrollstÀnde

Die Team-KontrollstÀnde befinden sich zwischen der eigentlichen Rennstrecke und der Boxengasse. Da es zumindest aus der Universal-Zeit keine fertigen GebÀude gibt, habe ich bei null angefangen und die TeamstÀnde selbst entworfen und gebaut.

Die WĂ€nde, Tische und Monitore der einzelnen TeamstĂ€nde sind aus dem 3D-Drucker, das durchgehende abgerundete Dach ist eine Teppichleiste aus Alu. Durch die unter dem Dach eingebaute LED-Beleuchtung, sehen die Monitore so aus, als wĂŒrden sie tatsĂ€chlich selbst hell leuchten.

b_300_200_16777215_00_images_article_ControlStand-4.jpg
Porsche Teamstand

Es war gar nicht so einfach, Figuren fĂŒr die TeamstĂ€nde zu bekommen. Letztlich bin ich mit massiven Metallfiguren bei Slot Track Scenics fĂŒndig geworden. Außerdem kommen zwischen den einzelnen StĂ€nden original Carrera Figuren mit einer Anzeigetafel zum Einsatz. Die Tafeln sind jedoch neu und auf die BedĂŒrfnisse der Strecke angepasst.

Alle Figuren sind von Hand entsprechend der Boxencrew bemalt. Die kleineren GegenstĂ€nde, wie Laptops, Stifte oder Klemmbretter, sind meist aus Pappe hergestellt und bemalt oder bedruckt. Das GelĂ€nder zur Boxengasse hin ist verlötetes und anschließend lackiertes Messingrohr.

b_300_200_16777215_00_images_article_ControlStand-3.jpg
Boxenmauer mit TeamstÀnden

Zur Rennstrecke hin sind oberhalb der Boxenmauer die schwarzen RĂŒckwĂ€nde der TeamstĂ€nde zu sehen.

Dazwischen ist, außer der Öffnung fĂŒr die Tafel, Maschendrahtzaun installiert. HierfĂŒr wird ein Rahmen aus Messingrohr gelötet (oder aus Holzspießen geklebt), darauf TĂŒllstoff verklebt und beides zusammen grau lackiert.

Die Boxenmauer selbst ist eine in betongrau lackierte MDF-Platte.

Herpa-Turm

b_300_200_16777215_00_images_article_Turm-0.jpg
Zustand beim Kauf

Die Firma Herpa hat seinerzeit einige schöne Modelle im Format 1:32 hergestellt. Über Ebay sind mir zwei gebrauchte Herpa-TĂŒrme (Herpa Bausatz 902) in die HĂ€nde gefallen. Beide nicht mehr ganz vollstĂ€ndig und in unterschiedlichem Zustand. Aber ich war mir sicher, dass man da noch etwas herausholen könnte.

b_300_200_16777215_00_images_article_Turm-2.jpg
neu ĂŒberarbeitet

Die Struktur der Mauern im Plastik ist toll gemacht, aber es sah halt nach Plastik aus. Also erste Schicht dunkelgrau, um die Fugen zu fĂŒllen. Zweite Schicht mittelgrau aufgewischt, um die Steine zu fĂ€rben, ohne die Fugen zu ĂŒbermalen.

Danach mit verschiedenen Grautönen "TrockenbĂŒrsten". DafĂŒr wird nur wenig Farbe auf den Pinsel aufgetragen, dieser in einem Tuch ausgewischt und die wenigen Farbreste mit dem Pinsel auf die Grundschichten gewischt. Je weniger Druck man verwendet, desto feiner werden die Strukturen. Wird nicht genug Farbe auf den Turm ĂŒbertragen, wischt man den Pinsel beim nĂ€chsten Versuch einfach ein bisschen weniger im Tuch aus. Mit ein bisschen Übung erreicht man schöne natĂŒrliche Effekte.

ZusĂ€tzlich wurden bei einem Turm Holzsprossenfenster imitiert. HierfĂŒr wurden dĂŒnne HolzstĂ€be (stammen aus einem Tischset) auf das Fensterplastik geklebt. Leider konnten die alten KleberĂŒckstĂ€nde vom Vorbesitzer nicht vollstĂ€ndig vom Fensterplastik entfernt werden.

b_300_200_16777215_00_images_article_Turm-4.jpgb_300_200_16777215_00_images_article_Turm-3.jpg
Turm 1 von vorne und hinten

Änderungen an Turm 1:

Dach und Terrasse sind mit Holz verkleidet.

Das OriginalgelÀnder fehlte, sodass mit dem 3D-Drucker ein neues angefertigt werden musste.

Der Turm hat innen und auf der Terrasse eine LED-Beleuchtung.

Vorne wurde ein Monitor verbaut, um wĂ€hrend der Rennen die Platzierung anzuzeigen. Das Kabel ist zwischen Innen- und Außenwand des Turms verlegt und endet an der Elektronik, die im Anbau (Holzschuppen) versteckt ist. Die SchuppentĂŒren lassen sich öffnen, um jederzeit an die Elektronik heranzukommen.

b_300_200_16777215_00_images_article_Turm-5.jpgb_300_200_16777215_00_images_article_Turm-6.jpg
Turm 2 von vorne und hinten

Änderungen an Turm 2:

Turm 2 wurde an einen StĂŒtzpfosten meines Dachbodens gebaut. HierfĂŒr wurde die Terrasse erweitert. Am StĂŒtzpfosten befindet sich die EingangstĂŒr zu einem Aufzug (leider nicht echt). Der Ausgang befindet sich unten auf der gegenĂŒberliegenden Seite neben der TribĂŒne.

Der Mast mit Mercedes-Stern fehlte. HierfĂŒr hat dieser Turm nun eine Antenne auf dem Dach.

SĂ€mtliche Fenster sind in Holzfenster-Optik.

Der Turm hat innen und auf der Terrasse eine LED-Beleuchtung.

Fernsehturm

Carrera Fernsehturm 51611
Carrera Fernsehturm 51611

Der Carrera Fernsehturm (51611) war als Aufsatz fĂŒr die Box (51610) gedacht. FĂŒr die Box hatte ich keine Verwendung mehr, aber ein Kameraturm gehört unbedingt auf die Rennstrecke.

Pfosten und Plattform wurden in Betonoptik grau lackiert. Die WĂ€nde sind mit auf Papier gedruckten Ziegelsteinen beklebt. Druckvorlagen fĂŒr WĂ€nde aller Art gibt es im Internet unzĂ€hlige.

Carrera Fernsehturm im neuen Look
Der neue Turm

Uhr und Graffiti sind ebenfalls aufgedruckt, wĂ€hrend die Werbeplakate, sowie TĂŒr und Rahmen, aus Pappe geschnitten und zusĂ€tzlich aufgeklebt wurden. Die Beleuchtung ĂŒber der TĂŒr ist eine Miniatur SMD LED.

Der Turm steht auf einer Bodenplatte aus Holz, ebenfalls grau (Betonoptik) lackiert.

Besucherplattform

b_300_200_16777215_00_images_article_Besucherplattform-1.jpg
Eine viel zu leere Ecke...

Zwischen den beiden Kehren war noch recht viel Platz ĂŒber den Felsen. Die Idee war, eine Plattform fĂŒr Zuschauer zu bauen. Allerdings werden an dieser Stelle wĂ€hrend der Rennen immer Personen als "Reinsteller" tĂ€tig sein. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ wird da im Eifer des Gefechts schon mal ein bisschen Bahndeko mit abgerĂ€umt.

b_300_200_16777215_00_images_article_Besucherplattform-2.jpg
Holzplattform mit eingelassenen Magneten

Um diesen Problem aus dem Weg zu gehen, sind in der Holzplattform kleine Neodyn-Magnete (2mm Durchmesser) eingelassen. Die Figuren sind in den FĂŒĂŸen mit den gleichen Magneten bestĂŒckt (auf die PolaritĂ€t achten). So stehen sie fest auf der Plattform, wenn jemand dagegen haut, kann aber nichts brechen, sondern die Figuren fliegen durch die Gegend oder kippen im besten Fall einfach nur um.

b_300_200_16777215_00_images_article_Besucherplattform-3.jpg
die fertige Beucherplattform

Als "Holzbalken" wurden abgerundete lasierte StĂ€be von Silvesterraketen in die Felsen eingeklebt. Die "Holzdielen" sind ein StĂŒck aus einem Bambus-Tischset, das ebenfalls lasiert wurde. Um mehr Maserung zu bekommen, habe ich die Lasur mit einem feinen Pinsel unterschiedlich dick aufgertragen.

Das GelÀnder wurde aus Messingrohr gelötet, silber lackiert und mit Weathering Paint auf "alt und rostig" getrimmt. Auch das GelÀnder wird nur durch Magneten fest auf der Plattform in Position gehalten.

Jetzt noch die Zuschauer und einen Reporter platziert, und schon ist die Lonoho-Familie um zehn Personen angestiegen. Von den Magneten ist unter den FĂŒĂŸen nichts mehr zu sehen.

Kameraplattform

b_300_200_16777215_00_images_article_Kameraplattform-4.jpg
Die fertige Plattform fĂŒr ein Kamerateam

In der letzten Kurve zur Start-Ziel Geraden fehlte mir noch etwas. Ein Flutlichtmast musste dort auf jeden Fall hin, es blieb darĂŒber hinaus aber genug Platz fĂŒr ein zweites Kamerateam. Da mir dies direkt auf Straßenniveau zu niedrig war, kam die Idee mit der Plattform auf.

FĂŒr den Rahmen verwende ich Messing, da sich dieses hervorragend löten lĂ€sst.

b_300_200_16777215_00_images_article_Kameraplattform-1.jpg
MessingstÀbe, 2mm

Um die StĂ€be möglichst leicht biegen zu können, verwende ich Messingrohre. 2mm entspricht bei 1:32 einem Durchmesser von 6,4cm, also eine gute GrĂ¶ĂŸe fĂŒr den Handlauf eines GelĂ€nders. Nachdem der verfĂŒgbare Platz feststeht und die Höhe gewĂ€hlt ist, werden die StĂ€be auf die richtige LĂ€nge zurechtgeschnitten. Da die Enden ohnehin verlötet werden, kann hier ruhig mit einer Zange abgezwickt und das Rohr anschließend mit der Zange leicht wieder aufgebogen werden.

b_300_200_16777215_00_images_article_Kameraplattform-2.jpg
das fertige Messingmodell

Am einfachsten lassen sich die einzelnen Teile miteinander verlöten, wenn man diese, in etwas Knete/Fimo gedrĂŒckt, auf einer Holzplatte ausrichtet. Die beiden mittleren Streben der Plattform sind von unten angelötet, so kann man die Holzplanken zwischen die Ă€ußeren StĂ€be einlassen. Beim TreppengelĂ€nder kann man beliebig auch senkrechte StĂŒtzen einbauen oder den Handlauf vorne senkrecht enden lassen.

b_300_200_16777215_00_images_article_Kameraplattform-3.jpg
schmale Holzleisten

Als Boden fĂŒr die Plattform und fĂŒr die Treppe habe ich schmale Holzleisten verwendet. Diese werden passend zurechtgeschnitten und anschließend lackiert. Wer eine Airbrush besitzt, kann damit gut die Maserung von echtem Holz nacharbeiten. Andernfalls kann auch eine Lasur verwendet werden.

Den Rahmen habe ich mit der SprĂŒhdose grau lackiert und Holzplanken sowie Treppenstufen anschließend aufgeklebt. Zum Schluss noch nach Belieben Dekoration hinzufĂŒgen. In meinem Fall nur ein Kameramann und Reporter aus der Uni-Serie.

TribĂŒne

Carrera VortribĂŒne 51600
Carrera VortribĂŒne 51600

Die Carrera VortribĂŒne 55600 kam 1975 als Erweiterung zur TribĂŒne 51601, die es schon seit 1972 gab, auf den Markt. Zwei davon gehörten zu meinem Fundus und wurden somit natĂŒrlich fĂŒr die Holzbahn umgebaut.

umgebaute Carrera VortribĂŒne
TribĂŒne 1

ZunÀchst einmal wurde alles in Einzelteile zerlegt, was keine so leichte Aufgabe war, da der Vorbesitzer vieles verklebt hatte. Danach mussten erst einmal alle Teile von Kleberesten befreit und gereinigt werden.

Lackieren ist immer Geschmacksache. Ich habe mich bei der Grundfarbe wieder einmal fĂŒr grau (Beton) entschieden.

umgebaute Carrera VortribĂŒne
TribĂŒne 2

Die WĂ€nde sind farblich lackiert und die GelĂ€nder schwarz abgesetzt. Die SitzbĂ€nke sind braun lackiert und mit der Airbrush wurde eine feine Holzmaserung aufgesprĂŒht (leider so fein, dass man es auf den Bildern nicht sieht).

GeÀndert wurde nicht viel. Das obere GelÀnder ist neu aus dem 3D-Drucker und die schwarzen Treppenplatten (auch 3D-Druck) gehören ebenfalls nicht zur Originalausstattung.

Jetzt noch die alten Figuren teils neu lackiert und vor allem mit ansatzweise brauchbaren Gesichtern versehen, und schon sind zwei TribĂŒnen fĂŒr die Holzbahn fertig.